Wie Ideen sterben und der Kampf mit dem "Erst wenn..."

Eins der möglichen Szenarien:

0 Jahre: "Ich kann alles!

Wenn ich groß bin, dann ..."


18 Jahre: "Ich werde!

Es gibt so viel Spannendes zu erleben. Ich will Spaß haben. Ich habe noch genug Zeit …"


25 Jahre: "Ich werde noch!

Faszination - alles ist möglich. Aber erst Uni beenden oder im Job Fuß fassen, dann …"


30 Jahre: "Ich würde gerne!

Erst eine stabile Basis schaffen. Familie geht vor. Für Selbstverwirklichung ist jetzt kein guter Zeitpunkt – ich brauche Sicherheiten, dann schau ich weiter ...“


40 Jahre: „Wann denn bitte?“

"Der Alltag hat mich voll im Griff. Ideen umsetzen? Vielleicht wenn die Kinder aus dem Haus sind, dann …"


45 Jahre: „Ich könnte.“

„Ich will aber etwas entspannen, endlich Reisen und das bisher Erreichte genießen. Es war bisher nie Zeit dafür, danach …“


50 Jahre: „Ich wollte.“

"Jetzt noch loslegen? Etwas ganz Neues beginnen? Das wird anstrengend und eigentlich ist mir das Risiko zu groß“.


60 Jahre: „Hätte ich…“

„Ich hätte es einfach probieren sollen als die Gelegenheiten da waren.

Und ja – es gab sie!“


Meist sind es Selbstzweifel, welche jeglichen Mut rauben und die besten Ideen im „Erst wenn-Mantra“ nach und nach ersticken.


Die Summe unserer Erfahrungen bereichert, verklärt aber auch den Blick.

Es bilden sich stabile Denkmuster und individuelle Wahrnehmungsfilter.

Die Fähigkeit, zwischen Eigen- und Fremdwünschen zu unterscheiden, kann im Laufe des Lebens zunehmend schwerfallen.


Eine neutrale Reflexion dieser Muster sortiert die eigenen Gedanken und schafft mehr Klarheit. Fantasie und Realität geben sich die Hand: was ist wie tatsächlich umsetzbar?

Was kann wie abgewandelt werden, damit es umsetzbar wird?


Das ist das Beet aus welchem Mut wachsen kann, um die Energie zu Durchsetzung von Ideen freizulegen. Damit es nicht irgendwann heißt: „Mensch, hätte ich …“


Falls Sie Ideen haben, welche Sie seit Jahren hin und her wälzen oder mit sich hadern - bitte: Schreiben Sie mir!